Schachmatt in 4 Zügen - Zusatzstoffe laut Gesetz

4 Scheiß-Zusätze laut Gesetz

Was bedeutet das Sternchen *laut Gesetz? Der Zusatz „ohne Geschmacksverstärker, ohne künstliche Aromen oder ohne Farbstoffe laut Gesetz“ bedeutet leider nicht, dass das Produkt keine dieser Zusätze enthält.

Du hast sicher einiges über Glutamat, Zitronensäure, Konservierungsstoffen, Farbstoffen und Aromen gelesen.  

Vergiftest du damit unbewusst dein Baby?

Die Zusätze findest du in Fertigprodukten wie Soßen, Suppen, Konserven, Süßigkeiten, Milchprodukten, Wurst etc..

Auch Bio-Fertigprodukte sind davon nicht frei.  

Babynahrung unterliegt strengeren Vorgaben, als Nahrungsmittel für alle. Farbstoffe sind in Deutschland für Babynahrung verboten.

Kennst du Eltern, die ihren Babys abgepackte Kuchen, fertige Erdbeer-Joghurts oder eine fertige Soße geben? Leider bekommen Babys nicht nur echte Lebensmittel.

Die Auswahl an Fertigprodukten wird ansprechend beworben. Schade, dass die Hersteller einen LKW voll Geld in die Werbung statt in ihre Produkte fließen lassen. Einen Geheim-Tipp habe ich dir am Ende des Artikels geschrieben, der es dir erleichtert, die Produkte schnell einzuordnen. Doch zu erst möchte ich dir die vier Zusätze aufzählen, die du beim nächsten Einkauf im Regal stehen lässt:

1. Geschmacksverstärker Glutamat

Glutamat kann ins Gehirn gelangen und dort Schwermetalle oder Giftstoffe mit einschleusen. Bestimmt meidest du bereits Produkte, die Glutamat enthalten. Zumindest, wenn du sie erkennst.

Glutamat hat viele Namen.

Auf den Verpackungen erkennst du hochkarätiges Glutamat bis auf die Glutaminsäure an der Endung: 

  • Calciumglutamat
  • Kaliumglutamat
  • Magnesiumglutamat
  • Natriumglutamat

In dieser Form darf das Produkt den Text „ohne Geschmacksverstärker“ nicht tragen.

Da viele Menschen beherzter zugreifen, wenn auf der Tütensuppe „frei von Geschmacksverstärkern“ steht, hat sich die Industrie das Schlupfloch gesucht und gefunden.

Wird Glutamat mit einem oder mehreren anderen Stoffen gemischt, muss es nicht mehr als Geschmacksverstärker gekennzeichnet werden.

Bei Produkten „Ohne Geschmacksverstärker* *laut Gesetzt“ findest du das Glutamat unter folgenden Mischstoffen, die eben doch Geschmacksverstärker enthalten:

  • Allen Begriffen, in denen „Würze“ steckt, z.B. pflanzliche Würze
  • Aroma (darin kann sich einiges verstecken, nicht zwingend, aber auch Glutamat)
  • Gekörnte Brühe
  • Hefeextrakt
  • Hydrolisiertes Protein
  • Nährhefe
  • Milchprotein
  • Proteinisolate
  • Weizenprotein

2. Konservierungsstoffe 

Die Listen an Konservierungsstoffen reichen von E200 (Sorbinsäure) bis E297 (Fumarsäure). Sie werden verwendet, damit Nahrungsmittel lange haltbar sind. Besonders gefährliche Konservierungsstoffe sind für Kinder- und Säuglingsnahrung verboten.

In Fertigprodukten, die für Erwachsene erstellt werden, sind sie zu finden.

Die größten Probleme, die von Konservierungsstoffen ausgehen oder durch sie verstärkt werden, sind:

  • Allergien
  • Bauchschmerzen
  • Schlechter Sauerstofftransport im Blut
  • Hyperaktivität (ADHS)
  • Lernschwächen (LRS, Dyskalkulie)
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen (Migräne)

Das Gute an den Konservierungsstoffen: Du umgehst sie leicht, indem du auf Fertigprodukte verzichtest.

In machen Produkten findest du synthetische Vitamine, Salz, Essig oder Zucker zum Konservieren.

3. Farbstoffe und Aromen

Wenn ein Erdbeereis ohne Erdbeeren hergestellt wird, wie wird es dann rot und woher bekommt es den Erdbeergeschmack?

Hast du eine lila Kuh gesehen oder bunte Eier?

Leider sind das alles für uns bekannte Bilder, die erst auf den zweiten Blick etwas Abartiges an sich haben.

Zugegeben die lila Kuh landet nicht auf unseren Tellern und wir trinken auch keine lila Milch, die bunten Eierschalen landen im Müll und das Erdbeereis wird genascht ohne das wir wissen, dass es kaum Erdbeeren enthält.

Ohne Farbstoffe und Aromen sähe das anders aus.

Die Hersteller sparen an echten Zutaten wie Früchten, Kräutern oder Gewürzen und ersetzen sie durch künstlich hergestellte (natürliche) Aromen und Farbstoffen. Aromen werden meist aus Bakterien und Schimmelpilzen im Labor hergestellt. Sie dürfe dann immer noch als „natürlich“ deklariert werden.

Aromen sind in Babynahrung erlaubt.

Sie kommen vor allem in Fertigbrei-Pulvern zum Einsatz. Von denen rate ich dir dringend ab, insbesondere Sorten wie Keksbrei oder Schokolade sind überflüssig.

Hier habe ich eine gute Info gefunden, was es mit natürlichen Aromen auf sich hat: Aromastoffe Lebensmittelklarheit.de

4. Zitronensäure

Ich dachte tatsächlich vor meinem Studium, dass Zitronensäure so was wie Zitronensaft sei.

Doch Zitronensäure hat so viel mit Zitronen zu tun wie Tupperware mit Autobatterien.

Fast alle Fertigprodukte enthalten Zitronensäure, oder auch Citronensäure geschrieben. Du findest sie u.a. in Tomatenmark, Backwaren, Konserven und Marmeladen.

Babynahrung darf mit Zitronensäure angereichert werden.

Chemisch gesehen soll sie genauso aussehen wie die Zitronensäure aus Früchten. Bei Madame Tussauds gibt es einen, der sieht aus wie Robbie Williams. Ich hab mal gefühlt – er ist es nicht.

Zu einer ganzheitlichen Ernährung gehört der echte Robbie und keine isolierten, chemisch gezüchtete Stoffe oder Wachsfiguren.

Ähnlich wie Glutamat kann die Zitronensäure die Blut-Hirn-Schranke überwinden und ungewünschte Stoffe ins Gehirn einschleusen. Nebenbei greift sie den Zahnschmelz an.

Wer sehr viel Zitronensäure zu sich nimmt, kann sogar mit Nieren- und Leberschäden gezeichnet werden.

Willst du echt wissen, woraus Zitronensäure hergestellt wird? Zitronensäure wird von Schimmelpilzen produziert!

Eine Zutat fürs Baby? Nein, danke!

Für ein Einsatzgebiet kann ich die synthetisch hergestellte Zitronensäure empfehlen: Putzmittel. Es hat eine gute Reinigungskraft und ist nicht so schädlich wie manch aggressive Reiniger. Dazu gute Musik und es putzt sich fast von selbst.

Neben diesen vier Zusätzen enthalten Fertigprodukte meist zu viel Fett, Salz und Zucker. Sie werden zum größten Teil aus billigen und schlechten Rohstoffen hergestellt, da sie anschließend mit Zusätzen wieder aufgehübscht werden.

Fertigprodukte liefern keine oder kaum noch Vitamine und Mineralstoffe. Diese werden nachträglich zugesetzt und dann groß auf der Verpackung beworben. Diese Stoffe sind im Labor hergestellt.

Isolierte Vitamine und Mineralstoffe machen nur bei bestimmten Erkrankungen und nachgewiesenen Mängeln Sinn und sollten dann von einem Arzt oder Heilpraktiker angeordnet werden.

Die flächendeckende „Behandlung“ mit Jod, Fluorid und Eisen kann gewaltig nach hinten los gehen.

Viele Produkte enthalten Zuckeraustauschstoffe, Süßstoffe, Geliermittel, Feuchthaltemittel, Emulgatoren, Füllstoffe, Trennmittel, Verdickungsmittel, Backtriebmittel, Schmelzsalze, Überzugsmittel, Farbstabilisatoren, Schaumverhüter, Komplexbildner, usw.. Bei manchen sind die gesundheitlichen Risiken unbekannt und bei manchen werden sie klein gehalten.

Die Zusatzstoffwelt ist gigantisch und wir sind so daran gewachsen, dass uns das gar nicht mehr auffällt. 

Ich habe keinen Doktor in Chemie und kann nicht erklären, wie genau die Verfahren funktionieren, um aus einem Schimmelpilz Zitronensäure herzustellen.

Bisher hat mich das in der Küche nicht gestört. Für mich gibt es daher nur eine Lösung:

Finger weg von Fertigprodukten! Selbst kochen aus echten Lebensmitteln macht Spaß, schmeckt lecker und ist mit den richtigen Rezepten und etwas Routine schnell gemacht. Ein mega Tipp ist die App "Codecheck". Ich habe einige schon ausprobiert, aber diese hat mich überzeugt. Sie hat einen Strichcodescanner mit dem ihr Nahrungsmittel, Kosmetikartikel und Haushaltsreiniger testen könnt. Auf den ersten Blick bekommt ihr in Ampelfarben Warnungen oder eben Entwarnungen für die Inhaltsstoffe und bei Interesse könnt ihr euch weitere Informationen dazu anzeigen lassen. Ihr könnt sie kostenlos im Appstore oder bei Google Play runterladen. Die App heißt Codecheck. Viel Spaß beim Abscannen, wundern und erschrecken!

Ich bin gespannt wie oft du die oben genannten 4 bzw. 5 Zusatzstoffe in Produkten in deinem Kühl- oder Vorratsschrank findest und ob du für eine Veränderung bereit bist.

Ich wünsche dir selbstgekochte Familientischgespräche,

Deine Kerstin

 

Quellen: http://www.lebensmittelklarheit.de/informationen/extrakt-oder-natuerliches-aroma-wo-die-unterschiede-liegen

 http://www.gifte.de/Lebensmittel/e-nummern.htm