Frühstücksideen

Was gibt's zum Frühstück?

24 Stunden hat ein Tag. Egal aus wie vielen Mahlzeiten er besteht, gibt es keine wichtigste Mahlzeit.

Die Muttermilch, das Frühstück, das Mittag- oder Abendessen und jeder Snack zählt. Je nachdem wie lange dein Baby zwischen den Stillmahlzeiten in der Nacht schläft, ist das die vielleicht längste Zeitspanne, in der das kleine Verdauungssystem keine neuen Nährstoffe erhält.

Die meisten Babys beginnen den Tag mit Muttermilch, aber es gibt zusätzliche Frühstücksalternativen. Ob süß oder herzhaft, warm oder kalt: auf jeden Fall ausgewogen und gesund:

1. Frisches Obst

Perfekt für die Kinder, die nur wenig frühstücken mögen.

Vorteile: liefert viele Vitamine

Nachteile: ist schnell verdaut und hält daher nicht lange satt. Der Fruchtzuckergehalt ist für Babys vernachlässigbar, wenn nicht kiloweise Obst gegessen wird.

Tipps: Reifes, rohes Obst eignet sich am besten. Beliebt sind geschälte Birnen, Mangos, Melonen, Nektarinen, Pfirsiche, … Äpfel eignen sich für Beikostanfänger noch nicht, da sie hart sind und daher leicht verschluckt werden. Sie zu reiben ist eine Alternative.

2. Grüne Smoothies

Ebenfalls für kleine Frühstückchen, aber eine wahre Nährstoffbombe. Wählt nur gut verträgliche Zutaten aus. Je jünger der Beikoststart ist, desto umsichtiger bei der Zutatenauswahl.

Vorteile: Immense Vitamin- und Mineralstoffflut, zum Trinken oder Löffeln

Nachteile: kann nicht länger aufgehoben werden

Tipps: Manche können schon sehr früh an einem Strohhalm saugen oder vom Glasrand trinken. Bei uns klappte letzteres super. Verzichte auf scharfe oder andere für Babys ungeeignete Zutaten. Es eignen sich alle gängigen grüne Blattgemüse, das Grün von Karotten, Radieschen und Co. sowie etwas Obst wie Apfel, Banane oder Mango zum Süßen. Der Smoothie sollte mehr Gemüse als Frucht enthalten.

3. Getreidebrei (später Müsli)

Für Hungrige und Eilige: Müsli mischen.

Vorteile: schnell zubereitet, wandelbar

Nachteile: je nach Konsistenz für Anfänger schwierig selbst zu essen

Tipps: Hafer enthält viel Eisen und wird trotz geringer Mengen Gluten meist gut vertragen. Die Flocken mit etwas Wasser oder selbstgemachter Mandelmilch aufkochen. Dadurch werden sie leichter verdaulich. Statt Hafer kannst du auch mit Hirse beginnen. Hirse ist zudem glutenfrei. Du kannst nach und nach frisches Obst, getrocknete, zerkleinerte Früchte oder gemahlene Nüsse hinzufügen und Amaranthpops oder andere Getreide und Pseudogetreide beimischen, um Abwechslung zu bieten. Das Ganze in einem Glas verschlossen über Nacht in den Kühlschrank und rucki-zucki steht am Morgen das Frühstück auf dem Tisch.

4. Gemüsepfannkuchen / Waffeln

Weniger Gematsche gibt es mit Waffeln oder Pfannkuchen. Diese mit Gemüse und dafür ohne Zucker backen.

Vorteile: Herstellung auf Vorrat für 2-3 Tage im Kühlschrank

Nachteile: Müssen vorbereitet werden

Tipps: Auch lecker mit Mandelmus oder Avocado bestrichen. Du kannst auch anderes Mehl testen. Für eine süßere Variante kannst du Äpfel und Bananen oder anderes Obst in den Teig mischen. Eier und Kuhmilch sind nicht notwendig. Reste können prima als Snack herhalten. Neben den herkömmlichen Herz-Waffeleisen, gibt es auch schon Doppel-Eisen und Formen, die du in den Backofen schieben kannst, um mehrere Waffeln gleichzeitig fertig zu backen.

5. Vollkornbrot oder -brötchen

Biete Brötchen oder Brot nur wenige Male die Woche an, da sie wesentlich mehr Nachteile haben, als die vorigen Ideen.

Vorteile: leichte Lagerung, vielseitig zu belegen, liefert viel Energie und sättigt

Nachteile: liefert wenige Mikronährstoffe, gekaufte Backwaren enthalten zu viel Salz und oft weitere unerwünschte Zutaten wie Zucker oder Geschmacksverstärker.

Tipps: Kaufe hochwertiges Biobrot oder backe selbst. Für Beikoststarter sollten die Körner fein gemahlen sein, damit sie sich nicht verschlucken. Als Beläge eignen sich zerdrückte Avocado, Mandelmus oder selbstgemachte Gemüseaufstriche. Später auch Gurken- oder Tomatenscheiben.

6. Gemüsesticks (später Rohkost)

Lecker gegartes Gemüse vom Vortag? Auch ein gesunder Start in den Tag. Frisch gegart natürlich noch besser.

Vorteile: gesund, Resteverwertung

Nachteile: bei frischer Zubereitung zeitaufwendig am Morgen, aus dem Kühlschrank muss es erst auf Zimmertemperatur angewärmt werden

Tipps: Wenn dein Baby Gemüse zum Frühstück mag, koche am Vortag geplant eine größere Portion. Verschlossen im Kühlschrank eine super Sache. Falls gerade Zähnchen kommen, mag dein Baby vielleicht sogar lieber kaltes Gemüse. Es eignen sich alle gängigen Gemüsesorten je nach Saison z.B. Karotten, Brokkoli oder Kürbis. Oder ungekochte Salatgurke.

Für einen schönen guten Morgen

Das Frühstück ist die erste offizielle Familienmahlzeit des Tages, die in der Schweiz auch Morgenessen genannt wird.

Toll, wenn die ganze Familie es an den Tisch schafft.

Falls nicht ist das schade, aber es gibt schlimmeres wie z.B. die Frühstücks-Vermieser: (gezuckerte) Joghurtzubereitungen, Quarkspeisen, Kuchen, Weizenbrötchen, Croissantes, Milchbrötchen, Marmeladentoast uvm. .

Halte diese von eurem Frühstücksfamilientisch so lange und oft wie du kannst fern.

Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn deine Kinder ohne Frühstück aus dem Haus gehen. Lass sie ihrem Hungergefühl folgen. Auch wir Erwachsene sind unterschiedliche Frühstückstypen. Schulkinder können sich auch ohne Frühstück konzentrieren und du bist keine Rabenmutter, wenn das Frühstück erst in der Schulpause gegessen wird.

Ein zu Hause vorbereitetes Frühstück, ist einem unterwegs schnell gekauftem wann immer möglich vorzuziehen.

Du magst Frühstückseier?

Eier haben einen hohen Eiweißgehalt, der Babys Nieren überlasten kann. Ähnlich wie bei anderen Tierprodukten, insbesondere Käse. Eier sind nicht verboten, solange sie nicht roh sind. Wenn du Eier anbietest, halte den Gesamteiweißgehalt des Tages im Blick.

Tee und Kakao braucht dein Baby nicht. Auch zum Frühstück überzeugt Wasser. Gegen eine Gemüsesuppe zum Frühstück spricht hingegen nichts.

Falls du ein Frühstücksgenießer bist, kannst du auch die 6 Vorschläge kombinieren und natürlich nach eigenen Vorlieben variieren. Waffeln mit Obst oder Vollkornbrot und dazu einen grünen Smoothie.

Bei uns gibt die Aufsteh-Zeit meist die Frühstücksform vor.

Bevor der Tag schlecht beginnt, darf‘s auch mal ein Not-Frühstück sein. Wie bei folgendem Herrn:

Was isst der Dalai Lama zum Frühstück?

Buddhabrot (gefunden auf witze.net )

Ich wünsche dir leckere Familientischgespräche,

Deine Kerstin